Menschen mit geistiger Behinderung

Das spezielle Angebot

Wie nicht-behinderte können auch behinderte Menschen jederzeit in eine Krise geraten. Bei ihnen besteht sogar eine höhere Wahrscheinlichkeit psychischer Erkrankungen als bei nicht behinderten Menschen. Der Berliner Krisendienst trägt mit einem eigenen Angebot diesem Umstand Rechnung: Geistig behinderte Menschen aller Altersgruppen, Angehörige und Betreuende sowie andere, die mit geistig behinderten Menschen zu tun haben, finden bei uns spezialisierte Ansprechpartnerinnen und -partner.

Viele der Betroffenen wohnen zu Hause, manche in Wohneinrichtungen oder Heimen.

Wir unterstützen durch telefonische Beratung, Hausbesuche und Gespräche in der Beratungsstelle – in Krisensituationen, bei Überforderung und Eskalation, bei Konflikten mit Angehörigen und anderen Beteiligten, bei Trennungsschmerz und Suizid-Gedanken sowie bei psychiatrischen Notfällen.

Die Außenperspektive

Betreuungspersonen und Angehörige von geistig behinderten Menschen haben tragfähige Verhaltensweisen entwickelt, um Krisensituationen im Umgang mit ihnen zu bewältigen. Und doch brauchen auch sie manchmal die Hilfe Dritter mit einer Außenperspektive.

Wir sind in der Position der Außenstehenden und genau das kann vorteilhaft wirken, denn wir achten auf Dinge, die den näher Beteiligten nicht mehr auffallen. Zugleich treten wir in sehr persönlichen und vertrauensvollen Kontakt mit den Betroffenen. Da die gewohnte verbale Kommunikation häufig beschränkt bleiben muss, suchen wir immer wieder neue Kommunikationswege in der Interaktion.